Es ist jetzt mittlerweile drei Uhr, bei euch vier. Langsam werde ich echt zum Fuchs.
Apropros Fuchs, wenn ich aus dem Fenster gucke in meinem Zimmer, dann sehe ich einen Fuchs. Man hat mir gesagt, es gäbe sogar zwei!
London ist wirklich teuer, aber derzeit lese oder recherchiere ich so 10 bis 12 Stunden (neben meinem vollen Stundenpland: sieben SWS;)), da habe ich fast gar keine Zeit mehr zum Geldausgeben;)
Ich habe gestern von David, meinem Camino-Kumpanen aus Uruguay, ne mail bekommen. Er hat sein Buch mit dem Titel "La conjura de Moises" endlich fertig. Wenn ich da mal nicht in irgendwelchen verkappten Rollen vorkomme;) Er hat nämlich den Jakobsweg als Inspiration genutzt, um seine Verschwörungstheorien von den Templern auszubauen;) Muss ihm gleich mal schreiben und nach ner handsignierten Ausgabe fragen.
Sonst habe ich kürzlich ein Buch über Marpingen gelesen. Marienerscheinungen im 19. Jahrhundert und Pilgerungen, 400 Seiten . Harter Tobak. Wenn das so weiter geht werde ich hier noch ein Spezialist für deutsche Sozialgeschichte im 19. Jahrhundert. Yeah!
Sonst habe ich heute Uni gehabt (Franze und A Second Confessional Age?), mit Nick nen semi-guten Kaffe getrunken, recherchiert und für mein etwaiges Masterarbeitsthema. Noch ganz grob: Die Entwicklung von Baptistengemeinden im 19. und 20. Jahrhundert in Nordwestdeutschland.
Wenn ich wieder komme nach Deutschland werde ich ja noch nen Master of Education machen, das habe ich jetzt entschieden (und damit den Traum vom Lehrjob in den USA erst ein Mal verschoben) - zu 99% in Oldenburg, denn so sehr ich mit meinem Herzen an meinem Münster und an meinen Freunden dort hänge, es gibt dort noch nicht ein Mal eine Professur für Fachdidaktik, beim Hochschulranking belegt die Anglistik dauerhaft einen der letzten Plätze und man lernt dort gefühlt nichts.
Falls das also so werden sollte, dann gründen Eugen und ich ne WG. Das wird derbst lustig. Letztmals schlief ich öfter bei ihm als wir 13, 14 waren und da ist er dann immer so um 2,3 eingepennt als ich noch Becker gegen Agassi in Flushing Meadows geschaut habe. Am morgen hat er sich dann mit Igor in Unterwäsche gefetzt während ich seine Fische überfüttert habe (natürlich nicht mit Absicht) und die am nächsten Tag alle tot auf der Oberfläche des Aquariums trieben. Das waren noch Zeiten!
Ach ja, ganz vergessen: Am Samstag war ich mit meinem Freund Timothy und ner Freundin von ihm im British Museum: Mit ner kleinen Starbucksunterbrechung (kann man sich ja leisten, da das Museum kostenlos ist; was ist eigentlich dein Lieblingskaffee da, Stefan? Den Mocca fand ich mit der Schokolade und der Sahne ganz gut, nur der Kaffeeanteil war soso). Nun konnte ich endlich ein Mal den Rosetta Stone sehen (bei näherer Betrachtung, trotz seiner enormben wissenschaftsgeschichtlichen Bedeutung, auch nur ein Stein). Wirklich fasziniert war ich aber von den Artefakten der Assyrer, Babylonier und Perser. Denn plötzlich konnte ich mir die Reliefs mit den ganzen Geschichten anschauen, die in der Grundschule mein Geschichtsinteresse geweckt hatten. Doch hauptsächlich haben wir uns mit Karen, der Freundin von Timothy, über Gott und die Welt unterhalten. Das war wirklich so wunderbar. Danach war ich unglaublich froh, denn das Gespräch war so dermaßen gesegnet. Auf das Gott den Samen aufgehen lasse!
Von meinen Eltern habe ich ein riesen Paket erhalten. Nachdem Mama gehört hat, dass ich hier keine Winterjacke habe, war das ja klar:) Darüber hinaus gabs noch massig Käse, Südtiroler Speck, Schwarzwälder Schinken, Marzipan, Hustenbonbons, Tempos - wirklich! Ich habe mich unglaublich drüber gefreut.
Auch über Trauis tolle, außergewöhnlich künstlerische Karte (das ist abstrakt, oder?).
Sonst habe ich gestern mal mein Zeit hier in London rigide durchgeplant (Abgabedaten, Prüfungen, Urlaub und so). Ab Mitte Juni werde ich wohl wieder nach Deutschland kommen und dort Recherchen anstellen, wenn es bei dem Baptistenthema bleibt.
Vielleicht komme ich ja nächstes Jahr so Mitte September nach der Abgabe meiner Masterarbeit wieder ne Woche zum Wandern; dann auf dem Camino Arragones. Und danach bei den guten Farmers in Estoril abspannen - das wärs!
Für alle noch ein ganz großer Tipp: William Fitzsimmons in Münster am 16.12 (Gleis) und in HH am 18.12 (Grüner Jäger).
So jetzt ist es 3 Uhr 48 und trotz der guten französischen Worship Musik von Phare FM bleibe ich jetzt im Bett - aber der Compi nicht;)
Also, gute Nacht und cheers!
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1 Kommentar:
Hey du Nachteule,
der Samen den Gott durch Dich in andere Herzen legt, er soll aufgehen und wachsen. Es hat mich an Lukas 8,4 erinnert. Es ist großartig, wenn Gott durch uns spricht. Es ist überwältigend in welcher Vielfalt und Andersartigkeit er uns geschaffen hat, um Zeugnis zu sein und für ihn, mit ihm und druch ihn zu leben. Ich bete dafür, dass der Samen den du sähst auf noch mehr fruchtbaren Boden fällt. For God is Glory! For we live for His glory!
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